Ökosteuer
 


Höhere Energiepreise als Antwort auf die Arbeitslosigkeit?
Als Antwort auf unsere Forderung nach stetiger Verteuerung der Energie kam der Einwand, dies könne man mit Rücksicht auf die hohe Arbeitslosigkeit keinesfalls vertreten.
Das Gegenteil ist der Fall!

Die Hauptursache für die hohe Arbeitslosigkeit liegt darin, dass es für Unternehmer lukrativer ist, Unternehmens-Sparten mit hohem Personalbedarf zu schließen und stattdessen Unternehmens-Sparten mit geringem Personalbedarf auszubauen.

Ein typisches Beispiel: Ein Betrieb, der bisher Elektrogeräte reparierte, schließt seine Reparaturabteilung und eröffnet stattdessen eine Abteilung, die mit einem Drittel des bisherigen Personalbestandes Elektrogeräte am laufenden Band herstellt.

Frage: Warum ist es für den Unternehmer lukrativer, neue Geräte herzustellen?
Antwort: Weil er für Fließbandarbeit weniger Personal braucht. Und weil Personal viel kostet wohingegen Neuteile für die Elektrogeräte spottbillig sind.

Frage: Warum sind die Neuteile (sogenannte "Halbzeuge") wie isolierter Kupferdraht, Ankerbleche, Schrauben, Plastik so spottbillig?
Antwort: Weil diese Halbzeuge aus Rohstoffen hergestellt werden, die man als kostenlose Ressourcen aus der Erde holt und die man mit hohem Energieaufwand, der fast nichts kostet, in einen verarbeitungsfähigen Zustand bringt.

Der niedrige Preis der Halbzeuge macht unsere materialverschwendende Produktionsweise attraktiv. Der Kauf eines neuen Geräte ist billiger als die Reparatur eines defekten Gerätes. Gut erhaltene Geräte werden oft wegen eines kleinen Defektes in den Schrott gegeben.

Wenn Energie teurer wird, werden die Halbzeuge ebenfalls teurer und dann lohnt es sich für den Unternehmer wieder, durch intelligente Fachleute Elektrogeräte reparieren zu lassen, anstatt neue Geräte am Fließband herzustellen.

 

 
ÖKOSTEUER 2003

Normalsteuersätze: Zum 1. Januar tritt die fünfte und letzte reguläre Ökosteuer-Stufe in Kraft.

Sie soll dem Bund 2003 knapp drei Milliarden Euro einbringen.

Wie in den Vorjahren wird diese Abgabe um 3,07 Cent (vorher: 6 Pfennig) je Liter Sprit und um 0,26 Cent (0,5 Pfennig) je Kilowattstunde Strom angehoben.

Der Fiskus verlangt dann beim Strom 2,05 Cent, bei der Mineralölsteuer für schwefelarmes Benzin 65,45 Cent und für Dieselkraftstoff 47,04 Cent je Liter.

Bei beiden Sorten umfasst der darin enthaltene Anteil an Ökosteuer, die seit 1. April 1999 erhoben wird, 15,33 Cent (30 Pfennig).

Inklusive Mehrwertsteuer bedeutet dies von 2003 an einen Belastungszuwachs an den Zapfsäulen gegenüber Anfang 1999 von 17,78 Cent je Liter.