Salzach Grenzfluss zwischen Bayern und Österreich
Sanierung Salzach
Wasserwirtschaftsamt
Sepp Daxenberger Peterl Schorsch
Geplante Wasserkraftnutzung mit neuen Kraftwerksturbinen
Hochwasser 1954-2002
Geplante Salzachbrücke
Aspekte-Hochwasser
Freie Salzach


"Ein Fluß soll wieder lebendig, natur nah werden"



Die Salzachsanierung hat begonnen, nutzen wir die Chance.
Traun ma uns, und mach ma`s hoid!
Die Isar ist an vielen Stellen renaturiert und so beliebt,
dass sie in Gefahr ist demnächst Übervölkert zu werden.
Über dieses Luxusproblem haben wir an der Salzach
2016 noch nicht zu klagen.

Österrreich zeigt es uns wie es gehen kann.


Im Norden der Stadt Salzburg in der Weitwörther Au
sollen ab 2016 menschliche Eingriffe nun wieder rückgängig gemacht
und das natürliche Auengebiet wiederhergestellt werden.

Mit einer Fläche von 127 Hektar ist das Life Projekt Salzachauen
eines der größten Renaturierungsprojekte in Österreich.

Der offizielle Spatenstich am Donnerstag den 28 September 2017
gilt als Startschuss für die großflächigen Renaturierungsarbeiten.






"Letzte un verbaute Fluss teile der Salzach
sollten nicht betoniert werden, ganz im Gegenteil,
sie müssen Verteidigt werden."

Durch viele mannigfaltige Einflüsse des Menschen
ist eine bedauernswerte Situation
an unseren Fließ gewässern auf der Erde entstanden,
vorort im besonderen an der Salzach.

Fotomontage, Ziel eines natürlichereren Salzachlaufs!



Möglichst wenig Verbauung,
wo es mit dem Hochwasserschutz vereinbar ist.


Vielerorts wird darauf mit unterschiedlichen Gegenmaßnamen reagiert.

Alarmierend ist die aktuelle Diskussion um den plötzlichen Ausbau
der erneuerbaren Energien
unter dem "Eindruck der Atom Katastrophe in Fukushima"
.

Vermutlich aber auch unter dem Eindruck der Wähler umfragen
zu den Landtagswahlen 2011 in Deutschland mit einem bevorstehenden
guten Abschneiden der Grünen Partei...!!!

"Die Erkenntnis über die Schattenseiten eines ungehemmten Ausbaus
der Wasserkraft verbreitet sich zum Glück
auch außerhalb des Bund Naturschutzes und der Fischerei".
Künstliche Kies zugabe für Laich plätze, aktuell "Kies für den Lech"
und andauernde Fisch Besatz maßnahmen
sind keine nachhaltige Lösung.


Eine konsequente Modernisierung bestehender Kraftwerke
sollte uns genügen,
denn das weitere Potenzial der Wasserkraft nutzung
in Deutschland ist zu gering und eine völlige Verbauung
der restlichen noch lebendigen Fluß strecken deshalb Unverhältnismäßig.


Die mühsam erreichten Verbesserungen sollten wir nicht durch
aktuelle Planungen zur Wasserkraft nutzung
an der Salzach wieder einschränken.
Die Einsparungen an fossilen Rohstoffen durch Wasserkraftwerke
sind minimal im Vergleich zu den von den Planern und Betreibern
oft verharmlosten negativen Auswirkungen auf die vielfältige Natur.


Natürlicher Flusslauf...!!!

Für die weichen Ufer muss alter Au wald nach und nach gerodet werden.
Dieser Verlust wird jedoch durch die da durch entstehende
natürliche Fluss landschaft vielfach aufgehoben.
Durch die wider regelmäßig überschwemmten Auen
entsteht eine vielfältige Flora
und Fauna die den Verlust an Wald mehr als kompensiert.




Die Salzach zeigt durch ihren Unterschied zwischen Sommer
und Winterwasserführung und ihre häufigen

Hochwässer einen ausgeprägten (aus dem Hochgebirge)
Alpinen Charakter.
Mit einer Fläche von 33 qkm gehört der bayerische
Teil der Salzachaue zu den kleineren Auen in Bayern.

Die Salzach ist ein typischer Alpen fluss mit einem weit verzweigten,
vielfältig strukturierten Gewässersystem.
Die frei ausufenden Frühjahrs und Sommerhochwässer

sorgten für eine intensive Geschiebe dynamik mit beständiger
Um lagerung von
Inseln, Kies bänken und Fluss schleifen.
Viele verschiedene Tiere leben in und um die Salzach und in den Auen.

Der Au wald war damals eher auf randliche Bereiche begrenzt,
während auf den weiten Kies flächen ( Kies bänken )

infolge der hohen Umlagerungsdynamik nur Pionierstadien ( Vor stadium )

der pflanzlichen Entwicklung erreicht werden konnten.


Foto Markus 28.09.2009

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts
begann man aus Gründen des Hochwasser schutzes,

der Sicherung der Schifffahrt und der Festlegung

der Landesgrenzen mit dem Ausbau der Salzach.

Die Grenzsicherung zwischen Österreich und Deutschland
entlang von Inn
und Salzach erforderte eine fluss bauliche
gewollte Lauf veränderung und Eintiefung.

An der Salzach hält diese bis heute an und schaffte Probleme
die man seit ca.2009 mit dem Einbau von naturnahen Sohlrammpen
zu verhindern versucht.

Eine Rückkehr in die Ausgangslage " Wild fluß " ist illusorisch,

(Selbsttäuschung) eine teilweise Renaturierung

der noch frei fließenden Fluss strecke,

durch geeignete Fluss baumaßnahmen, ist jedoch möglich,

wenn der Wert der noch 60 km frei fließenden Salzach erkannt wird.

Ab Baubeginn rechnet man mit einer Dauer
von 20 bis 30 Jahren für das gesamte Projekt.
Der Kostenrahmen bewege sich zwischen 526 und 620 Millionen Mark.
(Südostbayrische Zeitung Samstag, 15 Juli 2000)

Eine natur nahe Behandlung setzt individuelle
(Besondere eigentümliche, einzelne)

Lösungen in Absprache mit den davon betroffenen Anliegern voraus!


In der nähe Laufen wurde mit den Renaturierungsarbeiten begonnen.
Die Fotos zeigen die Arbeiten 2009 an der Sohlrampe
in der nähe von Triebenbach,
hier wird an einer Erhöhung der Salzachsohle gearbeitet.




Die zentralen Maßnahmen an der Salzach konzentrieren
sich auf drei Schwerpunkte:
Herstellung der Durchgängigkeit von Quer bauwerken,
Initial maßnahmen zur Förderung der dynamischen Eigenentwicklung
der Fluss landschaft und die Ökologisierung der Mündungsbereiche.
Gleichzeitig wird da durch auch die Verbindung
der Salzach mit ihren Auen, den Neben gewässern
und ihren Zuflüssen wieder verbessert.

Die Sohlrammpen sind sehr flach und in einzelne Becken aufgeteilt,
so dass sie bei verschiedenen Wasserständen für Fische
und anderes Getier durchgängig sind.




Daher werden die noch vorhandenen Quer bauwerke im Fluss
wie Kraftwerke und Sohlschwellen so umgebaut,
dass sie von Fischen wieder passiert werden können,
wie dies bei den Kraftwerken Urstein und Gamp in Österreich
bereits realisiert wurde und bei der Sohlstufen Lehen
und Eschenau sowie dem Ausleitungskraftwerk
Högmoos geschehen soll.


Viele Mündungsbereiche von Neben bächen und
Flüssen müssen umgebaut werden,
da mit Fische aus der Salzach zum Laichen bei Niedrig und bei Hochwasser
in die Neben gewässer wandern können und genügend Ein stände finden.

Zur Stabilisierung der Sohle und als Hochwasserschutz
wurde die Salzach zwischen Salzburg und Oberndorf
auf einer Länge von rund zwei Kilometern um bis zu 40 Meter auf geweitet.
Mit einer Sohlrampe, in Österreich,
wurden neue Maßstäbe im ökologischen Fluss bau gesetzt.



Diese Initial maßnahmen fördern die Eigen dynamik des Flusses.
Je nach Fließ geschwindigkeit und Wasserstand
kann das Geschiebe wieder umgelagert werden.

Die Fotos zeigen die selben arbeiten an der Baustelle
zwischen Laufen und Triebenbach im Oktober 2009.


Durch die "aufgelöste" Sohlrampen wird das Gefälle verringert
und die auf die Salzachsohle angreifenden Kräfte
des strömenden Wassers werden reduziert.


Aufgelöst bedeutet, daß das Gefälle in einzelnen unregelmäßigen,
durch Stein wälle abgegrenzten Becken
auf einer Länge von 100 m abgebaut wird.
An schließend wird die Sohle noch auf einer Länge von 150 m
durch ein "offenes Deck werk" (siehe km 46,0) gesichert.


Die Fluss breite wurde damals im 19. Jahrhundert um 80-90 % reduziert,
die Ufer
wurden verbaut und die Uferlänge verringert.
Die Salzach war nun in einem kanal artigen Lauf fixiert,

dies und die Zunahme des Gefälles führten zu einer deutlichen Erhöhung

der Fließ geschwindigkeit.

All diese Maßnahmen blieben natürlich nicht ohne
gravierende Konsequenzen für das Fluss - Auen - Ökosystem.
Ufer verkürzung und Laufstreckung führten zu einem erheblichen Verlust

an abfluss dynamischer Struktur vielfalt.

(Strömungsvielfalt und Um lagerung des Geschiebes)

Die höhere Fließ geschwindigkeit in Verbindung mit der Verringerung
des Geschiebe anfalls durch massive Geschiebe entnahme
der Kies industrie führten
zu einer fortschreitenden Eintiefung der Fluss sohle.
Absenkung des Grundwasserspiegel's führten im weiteren Verlauf zu einer

Verschiebung der Standort bedingungen in den Auen bereichen.


In den vom Fluss nicht mehr direkt beeinflußten Gebieten drang
von den Rändern her
der Au wald vor,
die ursprünglich entstandene Weichholzaue wurde in der Folge

durch eine Hartholzaue und einen Niederungswald abgelöst.
Stand örtlich echte Weichholzauen
sind fast nur noch im Mündungsbereich vorzu finden.

 
Daraus ergibt sich für den heutigen Zustand,
dass die Salzach weitgehend von ihren Auen abgekoppelt ist.

Auwald und Salzach bilden getrennte
und weitgehend unabhängige Ökosysteme.

Der Landschaftscharakter des Salzachtales und mit ihm die

Pflanzen und Tierwelt hat sich grundlegend geändert.

Die Salzach gehört in ihrem Unterlauf zu den wenigen Alpenvorlandflüssen,
die über eine längere Fließ strecke nicht durch

Stau stufen verbaut ist,
  mit etwas guten Willen sollte man das freie Fließ verhalten

der Salzach unbedingt zu erhalten versuchen bzw. noch verbessern.

Struktur vielfalt, Dynamik ( Verschiedenartige-Trieb kraft )
und hoher Arten reichtum bedingen die ökologische Reichhaltigkeit des in

Mitteleuropa immer seltener werden denÖkosystems Aue.

Auf der rechten Seite des Fotos ist bereits
die sogenannte weiche Uferböschung zu sehen.


Ein großer Teil der Salzachauen ist jedoch von der
Überflutungsdynamik abgetrennt
und unterliegt nur noch Grundwasser schwankungen.

 
In Folge von Flusskorrekturmaßnahmen
und der Errichtung von Hochwasser dämmen

tiefte sich die Salzach in den letzten Jahren besonders im Bereich der Saalach

der Sureinmündung und in der Nonnreiter Enge immer mehr ein,

so entstand bereits in Teilen der Salzachaue

eine weitgehend überschwemmungsfreie Altaue.

An  diesen 3 Stellen droht ein sogenannter Sohlen durchbruch,
hier besteht
in den nächsten Jahren Handlungsbedarf.

Durch sanfte natur nahe Flussbaumethoden wie Flussaufweitung
(wo möglich) ist eine Wieder vernetzung zwischen Fluss

und eine Wieder bewässerung
  der vielen Alt wasserarme in den Auen zu erreichen.



Der Renaturierungsprozess soll dynamisch (lebendig, selbsttätig)
verlaufen,
und nicht nach einem allzu starren planerischen Konzept,
Korrekturen und Anpassungen an sich jeweils neu
einstellende Verhältnisse müssen möglich sein,

die Natur lässt sich nun mal nicht total berechnen.


Man muss versuchen wieder eine günstigere Geschiebe entwicklung
  zu erreichen.
Hierzu müssten allerdings auch die Gesetze zur Geschiebe entnahme
für die Kraftwerke im Ober lauf der Salzach eingehalten werden.
(Österreich) ( Saalach )
Durch die starken Schutzverbauungen in den Bergen ist zudem
die natürliche Geschiebe menge stark zurückgegangen.

Die Geschiebe entnahmen wurden  seit Beginn der 90er Jahre
bis auf eine Ausnahme (Tauglmündung) eingestellt.

Für die die Kraftwerke Urstein, Hallein und für die PWA Hallein wurden

Spül vorschriften entlassen, die eine Geschiebe trift

bereits bei kleineren Hochwässern sicherstellen sollen.

 
Die Auen tiefer legen muss nicht heißen sie Langfristig  zu zerstören!

Im Bereich von Tittmoning wurde durch jahrelange Abholzungsarbeiten
( ca.8 Jahre ) und Entlandungsmaßnahmen große Ablauf wannen geschaffen,

und so wieder ein Zustand hergestellt,
wie er vor etwa 40-50 Jahren bestanden hatte.


Durch die höhere Fließ geschwindigkeit während eines Hochwassers

sollten sich die Wannen jetzt selbst ausräumen.

Hier gilt es abzuwarten,
wie sich diese arbeiten auf eine längere Sicht bewähren!

(belustigendes Zitat: Dr. Wagner;
die Spielwiese vom Wasserwirtschaftsamt)

im ersten Praxistest 19.07.1997

Die Auen sowie die Verbauungen an der Salzach wurden
über Jahrzehnte hin
immer wieder mit Schlamm frachten
überdeckt und durch Pflanzen wurzeln festgelegt.

In Tittmoning hatte sich die Aue an der Grenze
um zirka 1,40 m Auf gelandet.

Ein großes Hochwasser am 19 Juli 1997 hat die alte Uferverbauung
im Bereich der Tittmoninger Brücke freigelegt,

so konnte man den alten Zustand gut erkennen.

Auf diesem frei gespülten Weg wurden bis zum Jahre 1955
durch Menschenkraft
( Menschentraidels ) oder  ( Rossen )
mit Pferden die Schiffe flussaufwärts gezogen.

An dieser mühseligen Arbeit war auch mein Vater  noch beteiligt,
aus dieser Zeit werden immer noch gerne schöne und

 lebhafte Geschichten erzählt.

Damals waren die Auen weit weniger bewaldet als heute, das Schilf
wurde von den anliegenden Bauern gemäht und als Ein streu weggefahren.

Auch Brennholz und Schwemm holz wurden aus der Au geholt.

So konnte das Wasser schneller abfließen,
und die Auf landungen  blieben weitaus geringer als heute.
Durch die trockenen Auen werden die Schilf inseln  heute von dem Indischen
( Himalaja ) Spring kraut weitgehend eingenommen.

Das Austrocknen der Auen hat viele verschiedene  Ursachen,
so hängt zum
Beispiel die Absenkung des Grundwasserspiegel's
im Bereich Fridolfing
( Kelchham - Haslau ) unmittelbar mit der Tieferlegung
der Götzinger Ache sowie des Sinzelgrabens aus Hochwasser
Schutz gründen,
und Trockenlegungen der landwirtschaftlichen Flächen
in den 70er Jahren zusammen.


Die begangenen Fehler wollte man später durch den Bau
einer Schwelle am Auslauf der Ache wieder gut machen.

Durch das Anheben des Wasserspiegels
wollte man die alten Tümpel und Laken wieder bewässern,

leider wurde durch das Anheben des Wasserspiegels

auch die Fliessgeschwingigkeit der Ache so verringert,

daß man nun zur Sauerstoff gewinnung einen Querverbau aus Holz benötigte.

Dies führte wiederum zu sehr starken An landungen und Verschlammungen

vor der Verbauung. (Versucht wurde schon vieles)

Dies alles wirkte  sich wiederum ungünstig auf das Laich verhalten
einiger Fisch arten
z.b. (Salmoniden  Kieslaicher)  aus.
Der Querbau wurde im Jahre 2000 teilweise und 2002
auch wegen befürchteter Hoch wasserschäden
an oberhalb ligen dem Grundstück wieder komplett beseitigt.

Die Rest wassermenge im Unterlauf der Götzinger Ache
nach Abzweig des Werk kanals der

Obag (zum Kraftwerk in der Lebenau) ist bereits seit dem Kanalbau
im Jahre 1931
auf 100 l pro Sekunde reduziert worden.

Im Frühjahr 1999 ergaben die Verhandlungen
des Wasserwirtschaftsamtes mit der Obag,

eine Erhöhung der Rest wassermenge
auf 200 l/sec im Winter und 300 l/sec im Sommer.

Künftig wird es also mehr Wasser für die Götzinger Ache geben,
so  kann man nun
 hoffen, daß die Selbstreinigungskräfte des Flusses
wieder steigen,
und der Fluss wieder eine Eigen dynamik entwickelt.



An immer mehr Orten entlang der Ache kann man Biber wieder erleben
und die Spuren von Bibern in der Landschaft entdecken.
Wo immer er anpackt, macht er die Landschaft abwechslungsreicher.

Biber sind eine große Bereicherung unserer Gewässer und der Ufer nahen Fauna.
Biber tragen durch ihre Aktivitäten wesentlich zur Vergrößerung
der Arten vielfalt in unseren Au gebieten bei.
Die verbesserte Strukturierung der Ufer und des Gewässers selbst
(Grabe- und Bau tätigkeiten, Vergrößerung der Wasserflächen,
vermehrter Todholzanteil, usw.)
schafft neuen Lebensraum für Amphibien, Fisch brut,
Kleinsäuger und Insekten.


Diese zwei Fotos Zeigen die Biber arbeiten an der Ache
zwischen Plosau und Kelchham 2010
in der Nähe vom geplanten Brücken standort.



Ein Biber damm gliedert den zuvor gleichförmige
dahinplätschernden Bach lauf in unterschiedliche Klein gewässer:
Im Stau ist das Wasser ruhiger, tiefer und kann sich erwärmen.
Die Dämme wirken wie ein großer Filter,
die das Wasser biologisch reinigen.
Die Burg herren machen das kostenlos,
ein Parade beispiel für nachhaltiges Wirtschaften.

Nährstoffreiche Schwebe stoffe lagern ab,
fördern das Pflanzen wachstum, was wiederum Insekten,
Vögel und Fische anlockt.
Auf der Rückseite des Damms ist das Wasser klar gefiltert,
die Sohle kiesiger.
Hier finden Forellen und Äschen ideale Leich plätze.
anders als technische Stau wehre bildet der Biber damm
keine Barriere für Tiere.


Der Auslauf der Ache wurde 1995  neu gestaltet,

als sogenannte Fisch treppe wurden 3 kleinere Terrassen gebaut,

die den freien Zug der Fische aus der Salzach gewährleisten.

Doch außer dem optisch schönen Umbau konnte für das Gewässer

zu der Zeit kein großer Nutzen festgestellt werden.

Dem Gewässer fehlen Strukturelemente wie Unterstände,
An landungen, Gumpen, Totholzbereiche,
Kies, ausreichend Sandbänke und Flachwasserzonen
die den Fischen als Fortpflanzungsräume dienen.
Ohne diese variabilität verarmt die Fisch fauna.

Weiter fehlen immer noch geeignete einfache
Landschaftsökologisch und landschaftsästhetische Fisch treppen
zur Umgehung vorhandener Klein kraftwerke am Kirchheimer
Stillbach die das aufsteigen. den durchzug verschiedener
Salmoniden
in den Ober lauf des
Baches ermöglichen.

Durch die Anregung eines Anliegers (Manfred Geschirr, Hochwasser gefahr)
wurde im Februar 1999 ein Teil
der ersten Terrasse wieder ab gesenkt,
da das Wasser der Ache auch bei niedrigem Wasserstand der Salzach

fast zum Stillstand kam
und sich bei Hochwässern zu sehr aufstaute.
Am 19.06.2002 wurde an Terrasse erneut gearbeitet,
der Wasserstand wurde nochmals um ca. 25-30cm gesenkt.

Kurze Anmerkung.
Bei den Bagger arbeiten kippte der Bagger durch den schlammigen Grund
seitlich etwas tiefer ins Wasser.


Die Aktion den Bagger wieder aus der Ache zu bekommen
war mehr Aufwand als die Steine zu entfernen.
 

Seit  zirka 1970-1999
erfolgt nach umfassender Analyse eine Bewertung des

Zustands der bayerischen Salzachauen aus ökologischer Sicht,
sowie aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege.

Foto Markus 28.09.2009

Bereits 1989 wurde das Traunsteiner Wasserwirtschaftsamt
vom Bayerischen Landtag beauftragt,

die Situation an der Salzach zu untersuchen.
Die wasser wirtschaftliche Rahmen untersuchung wurde im (Januar 1999)
einem Gremium aus Vertretern der
deutschen, bayerischen und österreichischen Umwelt ministerien vorgestellt.

Die lang erwartete
"Wasser wirtschaftliche Rahmen untersuchung Salzach"

Bayerns Umweltminister Schnappauf informierte sich am 31.08.2000
in Tittmoning über die notwendigen
Gewässer ausbaumaßnahmen an der Salzach.

Unter dem Strich bedeuten die neuen Erkenntnisse,
dass neben den bekannten ökologischen Argumenten -
die Salzach soll als einziger frei fließender Voralpenfluss
ihrer Größenordnung erhalten bleiben
auch geomorphiologische Gründe gegen die Errichtung von Kraftwerken.


Die seit Jahrzehnten immer wieder diskutierte "Kraftwerk lösung"
dürfte da mit vermutlich endgültig vom Tisch sein,
so dachte man zumindest bis zum Juni 2008.

Derzeit wird eine Lösung mit Kraftwerken von "Privaten
Investoren" (Grenzkraftwerks GMBH mit beteiligung von EON)
wieder angestrebt und durch geplant.

Bilder, Fotos Pläne vom geplanten sogenannten sanften Kraftwerken,
Buchten kraftwerke wurden der öffentlichkeit zu dieser Zeit nicht gezeigt.

Berchtesgandener Landrat Georg Grabner befürwortet
die Wasserkraftnuzung im Tittmoninger Becken.


Irgendwie wollen Politiker und Investoren
die 2009 aktuelle Klima Diskussion nutzen
um einen schnelle gewinnbringende Lösung für die
Wasserkraftwerks Betreiber durchzusetzten
solange die Einspeisevergütung durch das EEG noch besteht.

Die 30 Jährigen Planungen zur Renaturierung könnte man
dann als netten kostspieligen Versuch abhaken.


Aber mal im Ernst,
ohne einen weiteren Kraftwerks bau in der Salzach
werden wir die Rettung der Welt nicht blockieren.


Jedes Wehr unterbricht das "freie" fließen der Salzach.
In den Stau haltungen erwärmt sich im Sommer das Wasser
mit der Folge einer Sauerstoff verarmung.

Mit der verminderten Fließ geschwindigkeit folgen
unerwünschte Ablagerungen und zerstören Laich plätze, dort bilden sich
auch Faul gase wie z. B. Methan, das um ein mehrfaches
klima schädlicher ist als CO2.

Das Gesamtprojekt zur Renaturierung der unteren "Salzach"
sollte nach den vorliegenden Schätzungen
rund eine halbe Milliarde Mark kosten.
Zug um Zug soll es in den nächsten 20 Jahren
verwirklicht werden (Jahr 2000).

Im Frühjahr 1998 wurde mit den Holz einschlägen
und im Herbst mit der Sanierung des Dammes begonnen.

Die Deich sanierungsarbeiten wurden 2008 weitgehen abgeschlossen.

Das erste Teilstück wurde (1999) fertiggestellt.
Land seitig wurde ein Stütz körper errichtet ,

um den Damm zu stabilisieren,
und die sehr hohe Neigung der Böschung abgeflacht.
Darüber hinaus wurde ein mit Lkw befahrbarer Deichhinterweg
gebaut und die Damm krone verbreitert.

Vordringliches Ziel ist es,
dass der Damm rasch und wirksam verteidigt werden kann,
und im Falle eines wiederkehrenden Hochwassers
rascher wieder trocken wird.
 

Der Bau des Deiches mit zwei Damm begleitenden Straßen
sowohl auf der Land,
und auf der Wasser seite verbunden mit der Abflachung
der Böschungsneigung
soll auch die Deich unterhaltung künftig vereinfachen,

wodurch sich auch die Kosten
der laufenden Unterhaltung verringern werden.





Hier entsteht ein Trocken rasen Biotop das,
den Verlust des arten reichen Lebensraumes  für viele seltene Pflanzen

und Schmetterlinge langfristig wieder ersetzten  wird. (Orchideen)

Am bestehenden alten Damm waren 20 verschiedene Orchideen arten
zu finden,
zum Teil sehr seltene Arten.
Orchideen brauchen je nach Art bis zu fünf Jahre
absolut ungestörte Entwicklungszeit.


Ludwig Brandmayer befürchtete,
dass sich diese Arten nicht wieder ansiedeln werden.

Um dies zu vermindern wurde die alte Rasen decke  im Februar 1999
  mit großem Aufwand abgetragen,

und später auf den neuen Deich erfolgreich wieder angepflanzt.

In einer Ausstellung im Tittmoninger Rathaus
(April 2000) wurden diplomatischere Gründe
für den rückgang der Orchideen gefunden,
schuld daran seien die verschiedensten Einflüsse der Umwelt,
und die häufigen Eingriffe des Menschen.

Durch die künftigen anderen Licht und Feuchtigkeitsverhältnisse
wird sich über längere Sicht
eine andere Pflanzen gesellschaft ansiedeln und durchsetzen.


Wir können jetzt beobachten,
wie sich diese Veränderungen langfristig entwickeln.

Nach den abgeschlossenen Bauarbeiten  entstanden hier wieder 
natürliche ruhige  Äsungsflächen,
für Rehe und andere Tiere die in den Salzachauen
ihren ungestörten Freiraum brauchen.


Ein Spaziergang auf dem Damm, begleitet vom Duft der Wildkräuter
und dem
Gesang der Grillen,
ist ein Erlebnis das man nicht intensiv genug genießen kann.

( Motto: "Mehr sehen, mehr erleben, mehr wissen" )


Helm-Knabenkraut       Frauenschuh

Gefährdete Orchideen in den Salzachauen


Es war für viele ewige Nörgler nur schwer nachzuvollziehen,
warum ein Damm der jetzt viele Jahre gut gehalten hat,

um soviel größer de missioniert wurde.

Schon im April 1888 schuf Theodor Storm mit dem „Schimmel reiter"
eine Novelle,
die durch ihre allgemeingültige Darstellung des menschlichen Charakters
immer zeitlos bleiben wird.

Bei den Hochwässern vom 07.08 und das kurz darauf folgende
Hochwasser am 12.08.2002 hat sich das Bauwerk gut bewährt.

Ende Mai 1999 wurde der erste Bauabschnitt in höhe Wies abgeschlossen.
Im Mai 2000 wurde dann der zweite Bauabschnitt in höhe Walderring bis Feldhub abgeschlossen.


Deichhinterweg


Das Ergebnis ist nun ein Damm,
der auf ein Jahrhundert hochwasser ausgerichtet ist
und auch länger anhaltende Hochwasser aushalte.
Gerade letzterem sei der alte Damm nicht mehr gewachsen.
Natürlich dauert es nun bis sich ein weitgehend natürliche
Artenvielfallt am neuen Damm entwickelt,
mit einem nicht zu übertriebenen mäh Konzept sollten wir es bald erleben können.

Durch zweimaliges mähen wurde die Arten vielfalt am alten Damm
über Jahre gewährleiste und sollte über weite Strecken auch
so weitergeführt werden,
den nur so ist das einzigartige Biotop Salzach Au erst entstanden.


Die Arbeiten am Damm müssen auch kostengünstig
und Praxisnah durchgeführt werden können.
Hier wird vehement mit den Biologie Experten
von Bund Naturschutz, Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt diskutiert.

Auch die Reststrecke des bestehenden Salzach-Deiches
in Fridolfing von rd. 6 Kilometer
arbeiten sie 2010 an der Deich der Sanierung und teilweisen Verlegung.

2012 wurde der Damm bis Geisenfelden fertiggestellt
und durch den bayrischen Umweltminister
Dr.
Marcel Huber feierlich eingeweiht.


In diesem Bereich befanden sich zwei Korridore für die
"von vielen Politikern und Bürgern gewollte" neue Salzachbrücke...!!!

Fridolfing St/Pantaleon

Luftaufnahme-Fotomontage...!!!

Als vorläufig ermittelte Kosten galten mal
35.000.000 bis 50.000.000 Mark
2009 gilt diese Summe plötzlich nicht unerwartet als Euro,
wobei die Vorlandbrücke zum Überbrücken der Au sowie der Götzinger Ache finanziell am meisten ins Gewicht fällt.



Fotomontage Computerentwurf der neuen  Brücke


Dieser Brückenbau verstoße gegen Europa recht (Bund Naturschutz)
Die betroffenen Grundstücks eigentümer
haben bei der Gemeinde Fridolfing bereits im Mai 2000
schriftlich und persönlich in aller Form verdeutlicht,
dass ein Grundstücks verkauf für diese Bauvorhaben
an dieser sensiblen Stelle nicht in Frage kommt.

Die ganze Länge der Salzachauen ist auf bayrischer Seite
FFH Gebiet, ehemals vorgesehene Korridore für die Brücke wurden
wieder ins Flora Fauna Habitat Gebiet mit aufgenommen.
Eine längere Gerichtliche auseinandersetzung mit dem Eu
Recht ist deshalb Vorprogrammiert.

Das europäische Natur schutzrecht sieht für FFH-Gebiete äußerst strenge Ausnahme regelungen für den Fall vor, dass Vorhaben diese Gebiete zerstören oder beeinträchtigen.
Diese Ausnahme regelungen gelten nur für Vorhaben
von weitreichender überregionaler,
gesamt staatlicher und europäischer Bedeutung
als Teil des trans europäischen Verkehrsnetzes
und dies nur insofern keine Alternativen vorhanden sind.

Diese Brücke sollte die österreichischen Gemeinden Ostermithing
und sowie Tittmoning und hauptsächlich Fridolfinger
und
St. Pantaleoner Gewerbegebiete miteinander verbinden.

(Auf Einzel schicksale werden seitens Politik nur Entscheidungen
durch Richterliche Urteile ernst genommen).

Es bleibt die Hoffnung das die bestehenden Naturschutz gesetze
das ganzen Vorhaben zum scheitern bringen.


Die Salzach ist Teil eines der größten Schutzgebiete in Bayern
und dieses sollte nicht dem Schwerlastverkehr
an "dieser Stelle" geopfert werden.

Abgasarme Auto antriebe und Vernünftige
Verkehrs konzepte liegen seit Jahren
in den Schubläden zukunftsorientierter Ministerien.

Aus diesem Grunde bin ich persönlich gegen diese Brücke.

"Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten"

Dieser Satz, wird seit Jahren von nachhaltigen Verkehrs planern und Forschern anerkannt und verbreitet.

Langsam wird es Zeit für eine
Bewußtseins veränderungen in der Gesamtbevölkerung.
Bei einem zukünftigen Roh ölpreis pro Barrel um die 120-200 Dollar
wir vielen das Umdenken erleichtert werden.
"Da der ma uns ned owe, des wead scho irgendwann moi wern".

Durch die heutige Gewässer güte an der Salzach
wurden die Voraussetzungen zur

Renaturierung der Salzach im Hinblick auf die Wasser güte geschaffen.
 

Höckerschwaene auf der Salzach beim durchziehen
Salzachdamm im Sommer

Fotos von Georg Dieplinger †10.07.2002

War ein interessierter Naturfotograf aus Pietling!
Bekannt war er unter dem Namen (Hofname "Peterl" Schorsch)
Die Aufnahmen sind aus seinem Buch "Aus dem Leben der Vögel"

Seit
1984 gab es erste Initiativen für die Verbesserung
der Qualität des Wasser der Salzach.
1977, am Höhepunkt der Belastungen durch Fabrik abwässer,

hatte die Salzach von Hallein
bis zur Landesgrenze durch gehend nur noch

Güteklasse 4, das bedeutet übermäßige Verschmutzung.

Heute sind die Belastungen durch verschiedene Abwässer auf einen
Bruchteil gesunken, durch die nächsten Verbesserungsschritte wird

man bis Ende 2002 durch gehend Güteklasse II aufweisen.

Mit dem Verbot der Phosphate in Waschmitteln
( Phosphathöchstmengenverordnung, 1987)

war ein  wichtiger Schritt zur Reduzierung der Phosphate getan,

die für eine Über düngung der Gewässer
  bis zu den Meeren verantwortlich sind.

1984 bis 1999 ist es gelungen,
die Abwässer des Halleiner Papier werkes massiv von Belastungen zu reinigen,

ein Beispiel da für das Ökonomie und Ökologie Zeitraubend und schwierig,

aber dennoch möglich ist.

Im Wesentlichen gibt es vier Varianten,
wie in Zukunft mit den 60 Kilometern Salzach

im Gebiet zwischen der Mündung der Saalach bei Freilassing

und dem Zusammenfluß mit dem Inn zu verfahren sei.

Was in Zukunft zu tun ist, muß weiterhin sehr kritisch beobachtet werden,
zudem darf man sich nicht durch scheinbare Vorteile und unrichtige
Argumentation seitens Kraftwerk betreibers beirren lassen.  

Heute sollten wir in Deutschland die wenigen fließenden Gewässer bewahren,
und sie nicht mit neuen Anlagen verbauen.



Das Foto zeigt die erste Sohlschwelle zur Verhinderung des
befürchteten Sohle durchbruchs der Salzach in höhe Oberndorf -Laufen
.

Sohlschwelle bei.oberndorf.laufen...!!!

Mittlerweilen ist Bayern eines der ärmsten Länder an Fließ gewässern,
es gibt nur noch die 65 Kilometer an der Salzach

sowie 70 Kilometer an der Donau zwischen Straubing und Vilshofen. 

  Auch große Stauseen, die in Österreich oder Skandinavien
vergleichsweise umweltfreundlichen Strom liefern,
wären heute vielfach nicht mehr durchsetzbar.
Derzeit bestehen in Bayern ca. 4300 Wasserkraftwerke,
sie decken  ca.15% des Stroms bedarfs. ( Mai 1999 )

Der freie Strom markt sowie der geringe Wirkungsgrad
einer Kraftwerks variante lassen diese Projekte
nun immer weniger attraktiv erscheinen.
Durch das aktuelle EEG könnten sich die Wasserkraftwerks betreiber
allerdings erneut ins Gespräch bringen.

Von großen Damm projekten in den Entwicklungsländern zieht sich heute
mitunter die Weltbank zurück -
zu groß ist der Verlust an Arten und Natur vielfalt.


90 Prozent der alpinen Fliessgewässer sind nach Angaben
der Umweltschutz organisation World Wildlife Fund (WWF) bereits reguliert.
Die Umwelt schützer warnen vor einer Ökokatastrophe
in den Alpen und fordern den Erhalt natürlicher Flüsse und Bäche.
Anlässlich eines Treffens zu den Problemen der "Gebirgsregionen der Welt"
in Mailand müssen die Regierungen der Alpen- Anrainerstaaten und die EU,
entsprechende Maßnahmen ergreifen um die Gewässer zu schützen.


2008 wird im bayrischen Landtag`s Wahlkampf
wieder öfter über eine Salzachverstromung,
bzw. Co² arme Strom nutzung durch Wasserkraft geredet.
Innovative Projekte werden gebraucht,
doch zum erproben ist die Untere Salzach wirklich zu Schade.

Kritische Worte zur Wasserkraft allgemein...!!!

Die einen begreifen nicht,
dass Stauen und Aus leiten einem Fluss den Todesstoß versetzt.
Die anderen sind auf die Propaganda der Wasserkraft lobby
hereingefallen und überschätzen
den Beitrag der Wasser energie maßlos.

Wenn wir uns nicht für unsere Flüsse einsetzen,
dann wird es bald keine mehr geben,
abgesehen von ein paar Kilometern in Naturschutzgebieten und Nationalparks.


Entgegen der weitläufigen Meinung
ist die Leistungsausbeute aus Wasserkraft verschwindend gering
weniger als (5 % -17% je nach Statistik)
der Strom erzeugung werden Weltweit
aus Wasserkraft gewonnen,
Wasser kraftanlagen steuern lediglich 1-5 % (je nach Statistik)
zum Gesamt energieverbrauch Deutschland's bei.

Wenige moderne Wärmekraftwerke (eventuell Erd, Gas, Dampf)
würden die gesamte Strom erzeugung durch Wasserkraft
in Deutschland ersetzen.

Eine Ausweitung der Wasserkraft nutzung
bis zum Total ausbau alle Bäche verschwinden in Druck rohren,
alle Flüsse werden in Beton korsetts gezwängt
würde nicht einmal die jährliche Zunahme
des Stromverbrauchs in Höhe von ca. 2 % decken.

Das Fließen eines Flusses spiegelt seine lebendige Dynamik.
Ohne Aufstau oder Aus leitung gibt es jedoch kein Wasserkraftwerk.
Deshalb sind Wasserkraft nutzung
und Bewahrung eines Flusses unvereinbar.
In Deutschland sehen die Unternehmen der Wasserkraft-Branche
noch ein Ausbau-Potenzial von etwa 2.000 Mega watt.
Da für sind bis zum Jahr 2012 Investitionen
in der Höhe von einer Milliarde Euro geplant.
Im Visier sind jetzt vor allem die Standorte alter Wassermühlen.
Wann nehmen wir endlich
wirkungsvollere Sparmasnahmen ins Visier..???

Durch oft trocken fallende Neben arme verenden regelmäßig Fische,
die sich auf der Roten Liste befinden.
Auch der einst so häufige,
inzwischen stark gefährdete Aal ist für strom gewinnende Turbinen
zu lang und wird von diesen in handliche Stücke portioniert.
Auch bei Kleinstkraftwerken müssen endlich vernünftige
Aufsiegshilfen für Fische realisiert werden.

Die angeblich so sanfte Energie Wasserkraft
zerstört auf brutalste Weise unsere Flüsse und das Leben in ihnen.
Die sogenannten Klein kraftwerke sind wegen fehlender
oder ungenügender Aufstiegs hilfen,
Fisch treppen nicht die erträumte Mühlen idylle.

Wer heute zum weiteren Ausbau der Wasserkraft aufruft,
macht sich mitschuldig am Tod unserer letzten naturnahen
Bäche und Flüsse.

Anders als die Wasserkraft ist gesundes gutes Wasser
durch nichts zu ersetzen.
Somit müssen wir die Selbstreinigungskraft der Flüsse
in den noch verbliebenen Teilbereichen schützen, erhalten
und dürfen ihr rasches Strömen nicht durch
einen von Lobbyisten geforderten Aufstau stoppen.

Strömende Flüsse und plätschern de Bäche sind selten geworden.
Mit dem Verlust ihrer Schönheit und Ursprünglichkeit verschwindet Natur
und Erholungsraum für den Menschen.
Ist es nicht gerade die Besinnlichkeit und unsere Natur vielfalt,
die so viele Menschen im Urlaub in unsere Region führt,
um Ruhe und Erholung in einer noch intakten
Auen landschaft zu finden...???

Hände weg vom Salzach "Strom"
Querverbauungen durch konventionelle Kraftwerks technik
dürfen nicht den finanziellen Interessen
an Energie Lobbyisten geopfert werden.


Als größtes Hindernis einer sinnvollen Renaturierung gilt es
die "Dämme in den Köpfen" zu beseitigen
und den Wert einer 60km frei fließenden Salzach
ohne Querbauten zu erkennen.



Zukünftigen Generationen zu liebe
müssen wir verstärkt an Strom Einsparung durch Energie Effizienz
arbeiten und unser derzeitiges gewohntes
Gesamt gesellschaftliches eingegrabenes Flußbett verlassen.
Um zukehren auf einen Nachhaltigen zukunftsgläubigen Weg
muss das angestrebte Ziel sein.


Die Zukunft wird uns zeigen,
ob man aus monoton verbauten Gewässern
wieder natur nahe Flüsse und Bäche machen kann.

Von den verschiedenen Renaturierungsmaßnahmen
profitieren besonders die im Wasser lebenden Tiere,
Pflanzen und wir Menschen von dem attraktiven, natürlich,
vielfältigem Erscheinungsbild
eines ökologisch funktionierendem Fluß.


"Anstatt neue Kraftwerke zu bauen,
sollen die bestehenden natur verträglich modernisiert werden,
fordert die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA "

"Die geplanten Salzach-Wasserkraftwerk sind ein Schritt
in die energiepolitisch völlig falsche Richtung.
Kraftwerke wie dieses sind nur deshalb nötig,
weil die Regierung zuwenig Anstrengungen unternimmt,
Energie effizienter und sparsamer einzusetzen.
Weil die Energie konzerne ihr Geschäft mit steigenden Verbrauchs zahlen
machen und die Regierungspolitik dem nichts entgegensetzt,
sollten Fluss landschaften Betonmauern weichen."

Für den Versuch nicht praxis erprobter "Ökologischen Kraftwerks modelle"
ist mir persönlich der nicht verbaute untere Salzachlauf zu schade.
Anstelle von einem sanierungsbedürftigen Alt kraftwerk könnte
so ein "Versuchs Kraftwerk" gut einen "Stress test" bestehen.
Hier entstünde wenigstens durch die bereits vorhandene Infrastruktur
keine größeren Schäden mehr.
Auch Hochentwickelte geographische Informationssysteme
sowie mathematisches Simulation und physikalische Modelle
können in der Praxis ganz andere Auswirkungen
auf die Ökologie haben, als vorher in der Theorie berechnet.
... "Atom kraft ist sicher"...???
...die Vorwürfe an Karl Theodor Guttenberg sind abstrus...???
...die CSU CDU sind Atomausstiegsparteien...???


An der unteren Salzach sind Kraftwerke bedenklich.
Die aktuellen Probleme an der Salzach entstanden durch
die vielen Kraftwerke und die Begradigung der Salzach.
Wiederholen wir nicht die gleichen Fehler,
sondern lernen endlich da raus und sehen die Wasserkraft kritischer.
Trotz der vielen Kraftwerke die auch zur Hochwasser Regulierung
gebaut wurden gibt es immer noch extreme Hochwässer in
Passau usw.

Wer unter neuen Lebensbedingungen alte Wege geht,
endet im Aus.
Das hat den Leuten auf den Osterinseln den Rest gegeben,
den Wirkungen auf Grönland und den Maya.
Wenn wir die nächsten sind,
sollten wir nicht überrascht sein.






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Die Salzach ist der
größte Nebenfluss
des Inns

und besitzt eine
Gesamtlänge
von 225 km.
Davon bilden
insgesamt
circa 59 km

die Staatsgrenze
zwischen Deutschland
und Österreich.

Die Salzach entspringt
in den Kitzbühler Alpen
in einer Höhe
von 2450 m.

Ihr gesamtes
Einzugsgebiet ist ca.
6730 qkm groß,
wovon 11.8 %
in Bayern liegen.

Der Startschuss für
das bayerisch
österreichische
Gemeinschaftsprojekte
„Sanierung untere
Salzach“
ist gefallen:

Die ersten
Baumaßnahmen
haben am
Montag den
13. November
in Laufen begonnen.
„Mit der
Grobkornanreicherung
am Laufener Ufer
wird die Sicherheit
der bestehenden
Hochwasserschutz
Einrichtungen
verbessert,
ohne zu
aufwendigen
harten Verbauungen
greifen zu müssen“

Am 02. Oktober
wurde das lange
geplante
groß Projekt
Salzachsanierung
der unteren Salzach
in Laufen und
Oberndorf
mit einer Feierstunde
begonnen.

Das Projekt ist von
aller größter Bedeutung
für die Zukunft
der Salzach.

Maßnahmen, die von
unseren Vorfahren
als Segen
gedacht waren,
sind die Ursache
der heutigen bekannten
großen Probleme
der Sohleeintiefung.


Karte Tittmoning


"Wir müssen
den Flüssen
ihren Raum
lassen, bzw.:
wieder geben."

Ziel

"Ein Fluss will
und soll sich
schlengeln
und biegen"


Sanierung
Untere-Salzach



Anlass des
Vorhabens
ist die bereits
im vorletzten
Jahrhundert
eingeleitete
und seither
anhaltende
Eintie fung
der Flusssohle
der Salzach.

Die Eintiefung
bewirkte
eine Austro cknung
der Aue
durch das Absinken
des
Grundwasserspiegel's
und die Entkoppelung
von Fluss
und Auen mit
weitreichenden
Folgen für die
Auen ökosysteme
und deren
Struktur vielfalt.


Eine weitere
Eintiefung
würde darüber
hinaus
eine erhebliche
Gefährdung
vorhandener
Infrastruktur
(z.B. Brücken,
Hochwasserschutz
Einrichtungen)
herbeiführen.

Kosten


Das zerwühlte Bett
der Salzach...!!!

Für
300 Millionen Euro
wollen Bayern
und Österreich
die verheerenden
Folgen der
Fluss regulierung
beseitigen.
Von Heiner Effern
(Quelle:
Süddeutsche Online)

 


Hände Weg

vom Salzach-Strom