Unser Wald braucht eine naturnahe Bewirtschaftung
Hutewald
Waldzustandsbericht
Rotmilan
Nationalpark
 

"Aus Liebe zum Wald Volksbegehren"



Oesterreich Auwiese

Inschrift auf einem Gedenkstein,1903 von einem Förster gesetzt.

Willst Du den Wald bestimmt vernichten,
so pflanze nichts als reine Fichten.

Willst Du den Wald dem Tod ausliefern,
 so pflanze nichts als reine Kiefern.


Als der Förster diese richtige Erkenntnis schrieb, dachte er sicher nicht,
dass später einmal Rehe, die an jungen Bäumen fressen, Hirsche ,
die sich an der Rinde der Bäume "schälen"  als Schädlinge

des Waldes bezeichnet werden.


Damals, wie heute, war das ärgerliche
Wirken dieser Tiere zwar bekannt, doch sie als Feinde zu bezeichnen,
wäre wenigen in den Sinn gekommen.
Es ist ein Irrweg zu glauben, nur durch einen kaltherzigen und
überzogenen Abschuss der Rehe,
sei das Aufkommen eines jungen Mischwaldes gesichert.
Unser heimisches Wild gehört in die Lebensgemeinschaft
eines artenreichen Wald.

Diese im Wald lebenden Wildtiere wurden erst durch das neuzeitliche
Wirtschaftlichkeitsdenken zum "bösen Übeltäter",

als die einst vorherrschenden Mischwälder bestehend aus Laub
und Nadelhölzern
den monotonen Nadelwäldern,
den sogenannten Reinbeständen,
weichen mussten.

Damals" sahen viele Forstleute und Waldbesitzer
nur die Vorteile im technischen Sinne,

leider jedoch nicht die starke Verwundbarkeit dieser Waldbestände.
Vermutlich wegen der zugeringen Holzpreise wurden die
Fichtenreinbestände einfach sich selbst überlassen und
sich zu wenig um den eigenen Wald gekümmert,
Mischwald befürworter wurden häufig als "Deppen" hingestellt
.

Von der Hegejagt mit dem Ziel möglichst viele Jagdtrophäen
zu erlegen, müssen sich die Jäger allerdings Verabschieden.
Davon müssen die Jägerschaft
und die Waldbesitzer überzeugt werden.


Jetzt wachse der Energiewert des Waldes und plötzlich
werden auch die Missstände der Monokultur wieder diskutiert.
Wie vieles in der Freien "sozialen" Marktwirtschaft wird auch der Waldbau
zu größten Teil über den Preis geregelt.

Diese Gleichförmigkeit der" Planzenmasse"
bietet ideale Voraussetzungen für die Entwicklung
von sogenannten  "Schadorganismen"

jeder Art (Borkenkäfer, Fichtenblattwespe, Laubholzbockkäfer,
Pilzbefall, in einigen Regionen Maikäfer).

Ein übernatürlich hoher Fichtenanteil unserer heutigen Wälder stellt sich als die Hauptursache für die hohe Population der Fichtenblattwespe dar.

In standortwidrigen Fichtenmonokulturen warmer Tieflagen führt der Fraß der Fichtenblattwespe an Maitrieben zu Wipfeldürre.
Der Umbau der
Fichtenbestände in laubbaumreichere,
krisensichere Mischbestände, ist nicht zu umgehen.

Zitat: Prof. Dr. Hannes Mayer

Eines steht fest:
Das Fressen von Pflanzenteilen ist eine natürliche Erscheinung!


Auch im Naturwald verbeißt das Reh eine Jungpflanze und bohrt der Borkenkäfer
seine Gänge in die Rinde älterer Bäume,
mit dem aktuellen Eschentriebsterben hat dies nichts zu tun.

Das Reh ist ein "Konzentratselektierer" (ein Feinschmecker)
und äst als Einzelgänger gerne am ruhigen Waldrand,
Ausnahmen im sozialen Verhalten sind die sogenannten "Feldrehe"
hier kann man
Ansammlungen noch gelegentlich aus der Ferne sehen.

Das schwierige an dieser Situation ist,
dass gerade die Reinbestände den "Bösewichten"
die größten gedeckten Tische bieten.

Denn nirgends ist das Nahrungsangebot so groß wie dort.
Fichten werden von Rehen nicht so gerne
Angenommen,
dadurch erhöht sich der Fressdruck zB.
auf die wenigeren verbleibenden edleren Arten.

  Es muss deshalb schon als natürlich bezeichnet werden,
wenn sich dieses Überangebot für die Schädlinge
mit schlimmsten Schadereignissen rächt

nämlich mit Invasionen von Borkenkäfern,
Kiefernspannern und anderen Schadinsekten.

Früher sorgten bei Rehen noch natürliche Feinde,
wie Wölfe und Luchse für das Gleichgewicht,
bei uns hat das Reh keine natürlichen Feinde mehr,
Rehe sind früh Geschlechtsreif und sehr Anpassungsfähig,
deshalb müßen Jäger zwangsläufig zur Regulierung mit Augenmaß eingreifen.

Heute gehört die Wilddichte durch vernünftige Jäger
(unter Aufsicht eines Försters)

l a n g s a m  wieder an das natürliche  Äsungsangebot angepaßt,
daraus ergibt sich ein für alle erträglicher Wildbestand.
Die Wälder werden Heute mehr als früher durch Stürme aufgerissen,
ein hoher Stickstoffanteil in der Luft sorgt dafür das
Stickstoffliebende Planzen schneller
waschsen
und Tieren eine bessere Nahrungsgrundlage bieten
und so die Fruchtbarkeit des Schalenwildes erhöht wird.

Doch was können die "Übeltäter" dafür, wenn auf den monotonen
Waldflächen zudem wichtige Regelmechanismen geänder oder gestört,
bzw. einfach fehlen?


Eine Natürliche Waldverjünung gewährt die beste Standortanpassung
und Standfestigkeit, dieser Wald ist deshalb weniger verbissgefärdet.

Bedingt durch den Klimawandel, wird es großen Fichtebestände
in weiten Teilen des Flachlandes nicht mehr geben.

Bitte auf die Landschaft klicken!

Flurgehölze

Auf Gülle überfluteten Wiesen,
werden Rehe nicht gerne Äsen.


S
ehr sinnvoll ist es daher
unsere ausgeräumten Fluren

wieder mit Hecken und Feldgehölzen zu bepflanzen,
dadurch  entstehen wieder natürliche ruhigere,
vom Freizeitdruck verschonte Äsungsflächen für Rehe,
gleichzeitig wird der Verbiss großflächig und Waldschonender verteilt.



Klar ist auch: Der größte Übeltäter für den Wald ist,
bzw. war das falsch verstandene Wirtschaftlichkeitsdenken der Menschen!
Deshalb heißt das Motto heute: Zurück zur Natur!
Waldwildnis heißt vor allem Verfall.
Totholz, Dürrholz und modrige Stümpfe,
bieten eine vielfälltige Lebenswelt für Schnecken,
Schwebefliegen, Schleimpilze, Holzwespen, Assel, Regenwurm, Ameisen
und vielen anderen gefährdeten Käferarten.
Altbäume, sogenannte Charakterbäume,
die vorher von Spechten und Feldermäusen aufbereitet werden.

Die steigenden Preise für Strom und Öl sorgen dafür,
dass die Nutzung des Holzes als Brennstoff
heute wieder an Bedeutung gewinnt.
Holz wird nicht nur daheim im Kachelofen,
sondern auch verstärkt in modernen Hackschnitzel
und Pelletheizungen als Energieträger benutzt.

Die reinen Holzäcker gehören hoffentlich der Vergangenheit an,
 dem 
"naturnahen Waldbau" gehört langfristig die Zukunft.

Markus 28.09.2009...!!! ing

Hinter dieser Zauberformel steckt nicht nur die Aufforderung,
die Bestände
mit möglichst vielen Baumarten zu mischen,
sondern auch dafür zu sorgen,

dass junge Bäume und alte nebeneinander stehen und wachsen können.


Das Belassen von Todholz im Wald
(Stöcke, Wiepfel-, Ast- und Reisholz) erhöht ebenso die
Strukturvielfalt wie die Erhaltung einzelner Altbäume (Spechtbäume).
Der Specht z.B. wird auch Polizei des Waldes genannt.
Da der Specht zum Nahrungserwerb auf alte
und abgestorbene Bäume angewiesen ist,
soll auf das Stehen lassen von Spechtbäumen
und Todholz im Wald geachtet werden.
Bäume mit Spechthöhlen liefern für holzbrütende Insekten
(Bockkäfer, Hirschkäfer) und holzbewohnende Pilze sowie für kleinere
Waldvogelarten und Hornissen den benötigten Lebensraum.


Einige umgefallene Bäume sollten liegengelassen werden.
Auch die Ameisen freuen sich über Todholz und leisten
beim verbauen einen wichtigen Beitrag zum biologischen Forstschutz
sie selbst dienen als Nahrung für verschiedene Vogelarten wie Schwarz,
Grün und Buntspecht.

Auf bestehende Waldameisennester muß sorgfältig Rücksicht genommen werden.


Ungenutzte Wälder reichern noch über Jahrhunderte Kohlenstoff an,
sie tragen zur Verbesserung des Wasserhaushalts
bei und dienen tausenden von Arten als sichere Refugien.
Naturschutz und Klimaschutz sind keine Gegensätze,
sondern bilden vielmehr wichtige Synergien.
Den Wald nur als Rohstofflieferant zu sehen greift zu kurz.“


Bei dieser Rückbesinnung zur Natürlichkeit spielen der Förster und die Waldbesitzer die wichtigste Rolle.
Sie entscheiden, wenn möglich, am einzelnen Stamm,
ob der Baum gefällt werden soll oder stehen bleibt.

Rückepferde werden natürlich nur noch Vereinzelt von Idealisten eingesetzt.


Von Greenpeace geborgtes Foto :-)


Bann- und Schonwälder dienen dem Schutz und der wissenschaftlichen Erforschung bestimmter Waldgesellschaften.
Dabei sollen Erkenntnisse über die Entwicklung von Waldökosystemen,
sowie in die Praxis umsetzbare Erfahrungen für Waldbewirtschaftung,
Landschaftspflege und Naturschutz gewonnen werden.

Der Nordwesthang des Hochkalter gilt als Beispiel dafür,
wie die Natur sich selbst hilft.
Ein schwerer Sturm  hat 1990 am Hochkalter im Nationalpark Berchtesgaden dem Wald schwer zugesetzt.

Acht Jahre später wächst dort wieder neuer Wald -
und das ganz ohne menschliches Zutun.
Tote und absterbende Bäume wecken in der Bevölkerung eher Ängste.
"Zwei Jahrzehnte Nationalpark Berchtesgaden zeigen aber,
dass der seit über drei Milliarden Jahren bewährte
Kreislauf der Natur von Verjüngung über Wachsen,
Reifen und Fruchten,
Zerfallen und wieder neu Werden immer noch im Gang ist".
Gerade im Wald folgt scheinbaren Katastrophen eine vitale Verjüngungsphase.

Schonwälder werden mit der Zielsetzung der Erhaltung oder Erneuerung einer bestimmten
Pflanzengesellschaft oder einer bestimmten Waldaufbauform
(z.B. Mittelwald, Niederwald) bewirtschaftet,
um die entsprechenden Biotope zu erhalten.

So wird mit einzelnen Schritten und im Laufe der nächsten
Jahrzehnte langsam die Natürlichkeit zurückkehren,
und die Bestände werden stabiler gegenüber natürlichen Gefährdungen, kostenloser Anflug wird wieder zu einer Jungpflanze.




In diese entstehenden Mischwälder kehren Tier - und Pflanzenarten zurück,
die in den Reinbeständen keine Lebensgrundlage fanden.
Die Ursachen des Baumsterbens sind nicht leicht festzustellen,
das Erscheinungsbild schwankt von Standort zu Standort.


Das Baumsterben kann und darf man allerdings nicht nur der
Forstwirtschaft allein in die Schuhe schieben,

denn es macht weder Halt vor einem natürlichen Mischwald,
noch vor einer Fichten monokultur.
In einem 8000 Hektar großen Mischwald befürchtet man im Frühjahr 1998 eine Maikäferplage, an der der Mensch nicht ganz unbeteiligt ist !
Beim Reifefraß vertilgt der zwei bis drei cm große Käfer Unmengen von Blattmasse.
Der Kahlfraß in den Kronen sieht schlimm aus, gesunde Bäume treiben jedoch im Juni wieder aus ( Johannistrieb ) und überleben.

Dramatischer ist der Schaden den die Engerlinge schon 3 Jahre zuvor am feinen Wurzelwerk der Bäume anrichten.
Schon zwei Engerlinge pro Quadratmeter gelten als kritisch.

Die Massenvermehrung der Maikäfer gilt als natürliches Phänomen.
Durch Pilze und Viruserkrankungen wird sich die Massenvermehrung
langfristig wieder verringern.

Durch die zu hohe Wasserförderung sank der Grundwasserspiegel in dieser Region, dadurch wurde der Wald vorgeschädigt.

In Verbindung mit der Luftverschmutzung wurde eine Kettenreaktion
hervorgerufen, die die Baumkronen dünner werden ließen.

Weil nun mehr Licht auf den Waldboden fällt,
breitet sich Gras aus, das den Bäumen noch mehr Wasser entzieht.

Der Waldmaikäfer hat somit ideale Bedingungen,
denn er bevorzugt zunächst Graswurzeln.

Larven, Puppen und Käfer lieben trockene sandige Böden.
Unter einem dichten Blätterdach wäre es ihnen vermutlich etwas zu feucht,
ein großer Teil würde im Winter durch zu hohe Feuchtigkeit erfrieren.

Man muss trotz der sichtbaren Schäden abwarten und nicht sofort zur Giftdusche greifen,
denn die Langzeitschäden die durch das Gift entstehen sind nicht so ersichtlich, dafür aber um so gefährlicher.

Tote Feldmaikäfer nach dem Gifteinsatz 1997 in Baden-Württemberg!

Wir haben nach rund 30 Jahren jetzt wahrscheinlich wieder einen Höhepunkt beim Maikäferbestand .
In den 80er Jahren sang Reinhard Mai:
" Die Maikäfer fliegen nicht mehr."
 
Vor allem in Rheinland-Pfalz, Südhessen, Bayern und Baden-Württemberg werden sie 1999 wieder zur Plage.
Im 17. Jahrhundert wurde das Krabbeltier mit den ausgeprägten Fühlern bei
Hungersnöten auf den Speisezettel gesetzt.
Wilhelm Busch verschaffte dem Tier eine Art Kultstatus,
als er Max und Moriz die Käfer ihrem Onkel ins Bett packen ließ.

Ursache für die Baumerkrankung ist  auch die Luftverschmutzung durch  Industrie, Verkehr und Haushalte.

Welcher Stoff nun der giftigste und wie die
verschiedenen Wirkungsketten ablaufen, ist trotz zahlreicher Forschung immer noch nicht eindeutig geklärt.

Man hat verschiedene Theorien entwickelt,
wie etwa schädigende Einflüsse

durch den > sauren < Regen, durch > Ozon < .Keine für sich alleine

bringt befriedigende Ergebnisse.

Für forstwirtschaftliche Maßnahmen zur Stabilisierung des Waldökosystems
(z.B. Bodenschutzkalkungen, Wiederaufforstung ) wurden schon
viele Millionen ausgegeben, der Schwerpunkt der Maßnahmen muss

allerdings die Verringerung der Schadstoffemissionen
aus Energieerzeugungs- und Industrieanlagen sein.

Die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Emissionsreduktion im Hinblick
auf eine langfristig ausgelegte Umweltvorsorge  sind sehr sinnvoll.

Für die Luftreinhaltung kann jeder von uns etwas tun,
ob bei der Hausheizung,
beim Auto oder beim Konsumverhalten allgemein.

Denn, wenn die Waldschäden in den letzten Jahren auch nicht drastisch
gestiegen sind, so liegen sie doch noch auf einem hohen Niveau,
und das ist sicher kein Grund zur Entwarnung.

Zu kritisieren sind auch die vielen Beschneiungsanlagen in den Skigebieten,
in Bayern werden 11% der Skipisten künstlich beschneit.
In Österreich sind es 38% und in Sütirol sogar 55%
(Stand Februar2002).
"Nur wer nachhaltig nutzt, kann lange nutzen"
Der Massenturismus muß deshalb auf ein umweltverträgliches Maß
zurückgeführt werden.
Ansonsten entstehen langfristig erhebliche Schäden an den Wäldern.

Aufforstungen :

In Bayern nahm die Waldfläche im Jahre 1997 durch Erstaufforstungen
um rund 700 Hektar Neuwald zu.

Die Rodungen auf insgesamt 277 Hektar sind damit mehr als ausgeglichen,
was sich aus der Waldflächenbilanz für das Jahr 1997 ergibt.

Seit mittlerweilen 17 Jahren ist die Waldfläche in Bayern stetig angewachsen,
dadurch habe sich die Waldfläche um fast 13 000 Hektar
seit 1981 im Freistaat ausgeweitet.

Die Waldfläche hat in Bayern 1999 nochmals um 277 Hektar zugenommen.
Nach Angaben des Landwirtschaftsministerium standen nach neuesten Erhebungen
der Waldflächenbilanz einer Rodungsfläche von 296 Hektar Erstaufforstungen
von 573 Hektar gegenüber.
Mit diesem Plus von 277 Hektar habe sich die Waldfläche
auf insgesamt 2,5 Millionen Hektar vergrößert.

Der Grund für die Zunahme ist zum größten Teil die Bewaldung unzugänglicher,
und schwer zu bewirtschaftender kleinstrukturierter Flächen oder Hänge,
die nur mit kleinen Maschinen ( oder nur durch arbeitsintensive Handarbeit )
zu bearbeiten waren.
In deutschen Wälder steht 2014 soviel Holz wie schon seit Jahrzenten nicht mehr,
die Hausaufgaben wurden also teilweise gut gemacht,
das ergab die dritte Deutschewaldinventur.
Sogar der Totholzvorrat wuchs ein wenig auf 20 Kubigmeter pro Hektar,
in einem Urwald dagegen verrottet leicht die zehnfache Menge.

Da wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen, wird sich unsere Kulturlandschaft
durch das weitere Aufforsten unwirtschaftlicher Kleinflächen
in den nächsten Jahren erheblich verändern.

Wenn dadurch  mehr  Wildnis entsteht ist dagegen nichts einzuwenden.

Es soll jedoch nicht so sein, dass nur noch gleichförmige,
artenarme nach güllestinkende Wiesen,
"Maschinengerechte" Kultursteppen übrigbleiben,
die man leicht und schnell  bearbeiten kann.


Gesunde Eichen und Buchen, die muss man schon suchen.
Denn 84 % der Eichen und 76 % der Buchen
in den deutschen Wäldern sind geschädigt.
Dies geht aus dem am Freitag 14.03.2009 vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) veröffentlichten Bericht über den Zustand des Waldes 2008 hervor.

Nur 31 % des Waldes insgesamt sehen äußerlich noch gesund aus.
Die Pressemitteilung des Ministeriums zu diesen seit Jahren dramatisch hohen Schadenswerten präsentiert sich als ein Dokument der Untätigkeit und Peinlichkeit.


Der Förster Dr. Georg Meister beschreibt den für uns Laien schwer erkennbaren und von Forstmännern oft beschönigten
Zustand der Jungwälder.

In Deutschland würden bei einem wirklich naturnahen Wildverbiss
vermutlich in wenigen Jahren eine Milliarde
der richtigen Baumarten von selbst aufwachsen
und so zusammen mit den wichtigen Bodenpflanzen und einem tief durchwurzelten Boden sehr viel zur Klimaversorge beitragen"







 

 
Web Cam im
Wildgehege
Holz aus deutschen Wäldern

Nachhaltige Holznutzung
und Umweltschutz
ist kein Wiederspruch...!!!

Jeder Baum entzieht der Atmosphäre im Laufe seines Lebens große Mengen des Treibhausgases CO².
Die nutzung von Holz
aus der eigenen Region
als Bau und Werkstoff
sowie kurze
Transportwege
verlängert
diese Speicherwirkung.


Holz Pellets

Billig und klimafreundlich heizen:
Immer mehr Deutsche rüsten von Öl und Gas
auf Holzpellets um.
Eine fatale Entwicklung
für den Waldboden.


Man rückt mit
riesigen Baggern
im Wald an,
um auch noch Baumstümpfe herauszureißen und
zu verwerten.

Das schwere Gerät zerstampft die feinen
Poren im Boden,
die wichtig für die Belüftung sind.


Der Boden erstickt, Baumwurzeln fangen
an zu faulen,
die Bäume verlieren
ihren Halt und kippen
beim nächsten Sturm leichter um.

Außerdem sinkt die Wasserspeicherfähigkeit des Waldbodens
drastisch,
mit Auswirkungen
auf unseren Grundwasserspiegel.


Man muss gesetzliche Standards zur Bewirtschaftung
des Waldes einführen.

Wir können ja
auch nicht einfach
auf einer Wiese,
die Ihnen gehört, einen Wolkenkratzer bauen.
Genau so könnte der Gesetzgeber verhindern,
dass Wälder
einfach kahl geschlagen werden dürfen.


Aufforderung

Wenn wir aus den fehlgeschlagenen Wirtschaften
von gestern lernen,

hat auch der natürliche
Mischwald,
mit einem gesunden
Wildbestand

eine gute Chance,
sich nachhaltig zu
erneuern.

Bannwälder

Bannwälder sind sich
selbst überlassene
Totalreservate,
in denen jegliche
Bewirtschaftung ruht.
Hier entwickelt sich die Waldvegetation unter möglichst weitgehendem Ausschluss
menschlicher Einflüsse.

Der Plenterwald


Wenn man in einen
ideal gepflegten Plenterwald
hineinschaut,
ist er in seiner
horizontalen Struktur
aus Jungwüchsen,
Stangen und
Baumhölzern innig
gemischt aufgebaut.
Bei der idealen
Plenterung wird ein Gleichgewichtszustand hinsichtlich
Zuwachs und
Struktur angestrebt,
Dieses Gleichgewicht
ist ein labiler Zustand
und kann nur durch konstante Holznutzung
in allen
Durchmesserklassen dauerhaft erhalten
werden.


Plentern

Der Begriff Plentern geht
vermutlich auf das Althochdeutsche "blantan"=
mischen und "blenten"=
blenden zurück.
Der Angelsächsische
Begriff "to plant"
Pflanzen.


Naturlandschaft

"Plenterwald ...
gilt heute
wegen seiner Stufigkeit
und der Baumartenmischung
vielen Leuten als
Inbegriff unberührter Naturlandschaft.

In Wirklichkeit verdankt
er sein Aussehen
jedoch Generationen
von waldbesitzenden Bauern
und den Förstern,
die ihm nach der Zeit
der Waldverwüstungen durch vorsichtige
Eingriffe
die spezielle Struktur verliehen.

Holzmafia Brasilien


V
ieh und Sojabarone,
dehnen ihre Ländereien durch Brandrodung immer weiter
in den Urwald aus.

Die Holzmafia handelt mit Edelhölzern aus
geschützten Gebieten
am Amazonas.

Nach offiziellen angaben
wurden von August 2003
bis August 2004 rund
24.000 Quadratkilometer Regenwald vernichtet,
die höchste Zahl seit 1995
ein trauriger Rekord.

Urwaldschützer fordern
dringend mehr
Schutzgebiete vor der Gewalttätigen Holzmafia die Menschen vertreibt
und Arbeiter versklavt.

 

Holz Importe

H
olz aus nicht nachhaltigen
Anbau oder aus illegalem Holzhandel
sollte nicht in die EU
importiert werden dürfen,
der Handel muß

gestoppt werden!
Den regionalen
Märkten muß verstärkt
Vorrang
gegeben werden.